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Chatbots für Alle

  • Digitale Barrierefreiheit ist eine der großen Aufgaben in unserer Gesellschaft, um die Gleichstellung aller Menschen zu gewährleisten. Für unterschiedliche Personengruppen stellt die Anwesenheit von Barrieren ein Problem dar, daher hat sich diese Arbeit zur Fragestellung gesetzt, welche konkreten Gestaltungsempfehlungen exemplarisch zum Abbau kognitiver Barrieren bei textbasierten Gesprächsschnittstellen beitragen können. Wie Menschen mit kognitiven Einschränkungen, mit beispielsweise Lernschwierigkeiten, Gestaltung innerhalb von Dialog-Systemen wahrnehmen, ist weitgehendst unerforscht. Denn das Web wird vornehmlich für Nutzende mit durchschnittlichen Fähigkeiten und Anforderungen gestaltet. Um Barrierefreiheit im Digitalen zu gewährleisten, bieten die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) eine Referenz für die gesetzliche Grundlage. Allerdings sind die darin enthaltenden Erfolgskriterien allgemein fürs Web und nicht konkret genug für textbasierte Chatbots formuliert und lassen für Designer:innen und Entwickler:innen großen Interpretationsspielraum in der Umsetzung offen. Digitale Barrieren sind Hindernisse, die Menschen teilweise oder vollkommen behindern etwas zu tun. Vor allem erleben marginalisierte Personengruppen, wie ältere Menschen oder Menschen mit Einschränkungen, Ausschlussmechanismen aus digitalen Produkten und Services. Zeitgleich zu dieser Ungerechtigkeit schreitet der demografische Wandel voran. Parallel damit steigt die Wahrscheinlichkeit mit einer Einschränkung psychischer oder physischer Natur zu leben – beispielsweise eine Demenz im Alter zu haben. Die Nichtteilnahme im Digitalen führt in einer Gesamtbetrachtung in Folge zu einer mehr oder weniger ausgeprägten sozialen und gesellschaftlichen Spaltung. Zudem ist die Frage, wer für die Umsetzung von Barrierefreiheit verantwortlich ist weitgehend ungeklärt. Zugrundeliegende Faktoren für Ausschlussmechanismen ist z. B. die personelle Homogenität in Entwicklungsteams und damit zusammenhängend die Reproduktion der privilegierten Sichtweisen in gestaltete Artefakte. Offensichtlich ist, dass Entwickler:innen und Designer:innen zur Konstruktion und damit zur Dekonstruktion von Barrieren beitragen können. Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen Beitrag zum aktuellen Wissensstand zu leisten und reale Nutzende zu partizipieren. Dazu wurden gestalterische Experimente und Usability Tests durchgeführt und die exemplarischen Ergebnisse in konkreten Gestaltungsempfehlungen in einem Empfehlungskatalog synthetisiert.
  • Digital accessibility is one of the major tasks in our society to ensure equality for all people. Accessibility problems are still present for some people, therefor this research has set the question which design recommendations can contribute exemplarily to the reduction of cognitive barriers in text-based conversational interfaces. How people with cognitive impairments, such as learning difficulties, perceive design within dialogue systems is largely unexplored. This is because the web is primarily designed for users with average abilities and requirements. To ensure accessibility on the web, the Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) provide a reference for the legal provision. However, the WCAG guidelines are general recommendations for the web and not specific for text-based chatbots. The recommendations leave a lot of room for interpretation in the implementation by designers and developers. Digital barriers partially or completely prevent people from using digital services. In particular, marginalised groups, such as older people or people with disabilities, experience exclusion mechanisms from digital products and services. At the same time as these problems are still present, demographic change is advancing. In parallel, the likelihood of living with a mental or physical disability - for example having dementia in old age - is increasing. Overall, non-participation in the digital world leads to a social and societal divide. In addition, the question of who is responsible for implementing accessibility is largely unresolved. However, the legal framework is clear. Among the underlying factors for the exclusion mechanisms is the personnel homogeneity in development teams and related to this the reproduction of privileged views in designed artefacts. It is obvious that developers and designers can contribute to the construction and thus the deconstruction of barriers. The objective of this research is to contribute to the current state of knowledge and to involve real users. To this end, design experiments and usability tests were conducted and the exemplary results synthesised into concrete design recommendations in a catalogue of recommendations.

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frontdoor_oas
Metadaten
Author:Johanna Eppler
DOI:https://doi.org/10.25924/opus-4793
Subtitle (German):Erhebung konkreter Gestaltungsempfehlungen als Beitrag zum Abbau kognitiver Barrieren bei textbasierten Gesprächsschnittstellen
Advisor:Margarita Köhl
Document Type:Master's Thesis
Language:German
Year of publication:2023
Publishing Institution:FH Vorarlberg (Fachhochschule Vorarlberg)
Granting Institution:FH Vorarlberg (Fachhochschule Vorarlberg)
Release Date:2023/04/17
Tag:barrierefreiheit; chatbot; gestaltungsempfehlungen; partizipation
accessibility
Number of pages:163
DDC classes:000 Allgemeines, Informatik, Informationswissenschaft
Open Access?:ja
Course of Studies:InterMedia
Licence (German):License LogoUrhG - The Austrian Copyright Act applies - Es gilt das österr. Urheberrechtsgesetz